Achtsamkeit im Alltag

Achtsamkeit verhilft zu höherer Leistungsfähigkeit

Wieder ein neues Jahr, das viele Überraschungen für mich und uns bereit hält. Wenn ich auf das vergangene Jahr zurückblicke, bin ich sehr dankbar für viele schöne Erlebnisse. Aber es gab auch Momente, die ich nicht geniessen konnte, oder vielleicht einfach nicht so intensiv wahrgenommen habe. Dies möchte ich dieses Jahr ändern. Und zwar möchte ich dieses Jahr mit Achtsamkeit durch den Tag gehen, Dinge voll und ganz erleben und so auch sorgsamer mit meinen Energien umgehen lernen.

 

Multitasking – Segen und Fluch

Zu oft ist es in den vergangenen Monaten geschehen: habe ich ein Glas verschüttet, etwas fallengelassen, einen Namen vergessen oder einfach zuviele Dinge zur selben Zeit erledigen wollen. Klar, Multitasking hat auch seine Vorteile – wenn es denn klappt. Jedoch scheint es mir, war ich durch die vielseitigen Anforderungen zu oft weder auf das Eine noch das Andere mit vollem Einsatz fokussiert. Das soll sich ändern.

 

Retreat – Auszeit nehmen vom Alltäglichen

Schon während der Studienzeit begann ich, mir Gedanken über die Schnelligkeit der Welt und auch die Hektik meines Alltags zu machen.

Nach vielen Jahren des Studiums und des Lernens war nun die Zeit gekommen, mich produktiv in die Gesellschaft einzubringen. Die vielen Ideen, was ich genau machen könnte schwirrten manchmal so unsortiert in meinem Kopf herum, daß ich mir einen Ort des Rückzugs und der Meditation wünschte. Diesen fand ich dann auch in einem Buddhistischen „Retreat“ in einer kleinen Englischen Ortschaft (damals studierte ich in England). Diese wenigen Tage dort haben meine Sicht auf viele Dinge nachhaltig beeinflusst.

Meditation zur besseren Leistungsfähigkeit
Meditation trainieren für mehr Ausgeglichenheit

Aber es kommt, wie es kommen muss: das Leben holt Dich ein, wartet nicht darauf, daß Du selbst Deine Gedanken sortierst. Manchmal kam es mir in jungen Jahren vor, als müsse ich fortlaufend auf an mir vorbeipreschende Züge aufspringen: hey, da: Praktikum, schnell greif zu! , oh, neue Sprache lernen, wow! streng Dich an! schau hier: cooler Sportclub, schnell Vertrag unterschreiben….

Natürlich habe ich alle Entscheidungen selbst und mit gutem Wissen getroffen. Dennoch hätte ich mir rückblickend für einige Entscheidungen mehr Gelassenheit und Weisheit des Alters gewünscht.

Auch im Alltag mit zwei Kleinkindern ist die Umsetzung der Achtsamkeit für mich bislang noch eine klitzekleine Herausforderung. Doch auch hier hilft mir manchmal, bei Quengeleien der Kinder oder für mich sinnloser Brüllerei, mich zurückzulehnen und tief durchzuatmen. Was kann schon passieren (wenn nicht gerade körperliche Gewalt oder sonstige Gefahr im Spiel ist)? Ausser kurzfristiger Taubheit meinerseits vermutlich nicht allzu viel.

Trotzdem denke ich, die Achtsamkeit werde ich zunächst in den Stunden üben, die ich ohne Kinder verbringe. Selbst das wird bestimmt positive Effekte auf meine Zeit mit den Kindern haben. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Was genau bedeutet Achtsamkeit und wie kann ich die neue Lebensweise in meinen Alltag integrieren?

Das Konzept stammt von den Erkenntnissen der „Mindfulness-Based Stress Reduction“ (MBSR) und der „Mindfulness-Based Kognitive Therapo“ (MBCT). Es wurde in den 1970ern durch Dr. Jon Kabat-Zinn an der Universitätsklinik in Worcester, Ma (USA) entwickelt. In diesem Trainingsprogramm werden meditative Übungen gelehrt,welche zu mehr inneren Ruhe und Gelassenheit führen sollen. Es ist eine weltweit erfolgreich eingesetzte Methode zur Gesundheitsförderung und Stressreduktion, die durch wissenschaftlich fundierte Ansätze aus Psychologie und Stressforschung ergänzt wird.

Das 8-Wochen Achtsamkeits-Programm beinhaltet tägliche Meditationen auf Basis von Denkanstössen, die helfen sollen, ungesunde Gewohnheiten zu durchschauen, dann zu durchbrechen und „aufzuwachen“. Am Ende der 8 Wochen soll dann Achtsamkeit nahtlos in den Alltag integriert werden.

Da es mir selbst schon schwer fällt, mir eine Art von Entspannung im täglichen Wahnsinn einer Mama zu gönnen, setzte ich mir nun dieses Ziel: die nächsten 8 Wochen widme ich der Achtsamkeit. Es werden sich doch wohl jeden Tag 20 Minuten finden, in denen ich entspannt meditieren kann?

Hiermit eröffne ich also mein Achtsamkeitstagebuch! Mindestens einmal wöchentlich, wenn nicht sogar täglich werde ich von meinen Erlebnissen zum Achtsamkeitstraining berichten.

 

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Comments · 1

  1. Liebe Dinah,
    ich finde es ganz wundervoll, dass du dir das vornimmst. Tatsächlich bin ich kläglich gescheitert an meinem Vorhaben täglich 20 Minuten Yoga zu machen , ABER ich muss gestehen, ich hatte bzw habe derzeit auch andere Prioritäten. Definitiv wird dir das gut tun und JA es hilft gelassener mit den Kindern zu sein. Ich bin gespannt, was du mit uns teilst! Alles Liebe Sabrina

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