Des Kindes neue alte Kleider

Kinderkleidung kaufen, Kinderkleidung aussortieren

Kinderkleidung aussuchen und aussortieren

Heute wird Kinderkleidung aussortiert. Meine beiden Zwerge wachsen in rasantem Tempo und es ist an der Zeit, Platz für Neues zu schaffen. Dafür habe ich eine Bekannte eingeladen, die sich die besten Stücke aussuchen darf. Aber was macht man dann mit den ganzen restlichen Kinderklamotten?

Als Mutter von zwei kleinen Kindern, die irgendwie nie aufhören wollen zu wachsen, bin ich gefühlt immer auf Kleidersuche. Insbesondere wenn man sich dann ein paar Teile hübsche, hochwertige Kinderkleidung gegönnt hat, ist es sehr schade, diese aussortieren zu müssen. Je nachdem welche Geschichte ein Kleidungsstück hat und welche Qualität, hängt man doch sehr an den Sachen. So habe ich inzwischen mehrere „Töpfe“, in die die Kleidung sortiert wird. Die Töpfe sind „behalten“ (sentimentale Gründe), „verkaufen“, „verschenken“.

Wo Kinderkleidung kaufen?

Wohin die gebrauchte Kleidung kommt, hängt sicher auch damit  zusammen, wo sie gekauft wurde. Das macht es entweder leichter, oder schwerer, sich davon zu trennen. Über die Jahre habe ich mir eine vielseitige Einkaufsstrategie angeeignet.

Je nachdem, für welchen Anlass gehe ich für meine Kinder Kleidung einkaufen.

Ich unterscheide meist zwischen:

  • täglicher Gebrauch Oberteile und Hosen
  • KITA-Matsch-Gebrauch
  • Outdoor zuhause
  • Sport
  • Feste
  • Unterwäsche und Schuhe.

Generell muss ich sagen, daß unsere Wohnsituation es nicht erlaubt, einfach so traditionell fußläufig in namhafte Kinderbekleidungsläden Einkaufen zu gehen. Insbesondere aus diesem Grund shoppe ich viel online. Einen übersichtlichen, gut sortierten Kinderladen würde ich mir so sehr für unseren Ort wünschen, aber hier machen eher Handygeschäfte und Fastfoodläden auf, als das was wirklich gebraucht wird.

Bei Oberteilen und Hosen kaufe ich sowohl A-Brands, Own Brands als auch Noname im Laden als auch Online, besuche aber auch gerne unsere umliegenden Second-Hand Kinderläden. Hier finden sich oft qualitativ hochwertige Produkte, die auch schon einige Wäschen hinter sich haben und somit weniger belastet sind als z.B. neue Oberteile von Discountern. Natürlich wird bei gebrauchter Mode im Alter meines Sohnes (4) die Auswahl eingeschränkter, da die Kinder oft die Kleidung zu sehr abnutzen. Da habe ich schon einige Male gebrauchte Hosen gekauft und das Loch an den Knien war schneller drin, als mir lieb war.

Outdoor Kleidung für die Freizeit besorge ich hin und wieder online oder bei größeren Versandhäusern für Kinderkleidung (nenne jetzt bewusst keine Namen). Sportsachen besorge ich häufig online. Wenn es dann um Kleidung geht, die meine Kinder in der Kita im Garten tragen, so wie z.B. Matschhose, Gummistiefel und Co nutze ich schon mal Angebote von Discountern. Die Matsch-Sachen für zuhause dürfen ruhig qualitativ etwas hochwertiger sein.

Ein klarer Fall von Fachgeschäft sind für mich die Kinderschuhe. Hier ist mir insbesondere die Beratung zu Sitz und Qualität wichtig.

Nachhaltigkeit beim Kleiderkauf

Um den Bergen von Textilien jedoch vorzubeugen und nicht bei den Kindern in einen Kaufrausch zu verfallen, ist es bestimmt sinnvoll, nachhaltig einzukaufen. Das kann bedeuten, wenige hochwertige Textilien auszusuchen. Oder eben auch gebrauchte Kleidung wieder aufzuwerten.

Wohin mit gebrauchter Kleidung?

Doch traurig ist es immer dann, wenn ich die schönen Sachen aussortieren muss. Welche Möglichkeiten gibt es, um gebrauchte Kinderkleidung noch einem guten Nutzen zuzuführen?

Anders als früher ist es heute nicht verpönt, gebrauchte Kleidung zu tragen. In Großstädten gibt es fast in jedem Stadtviertel einen Second Hand Laden, meistens auch einen nur mit Kinderkleidung. Meiner Meinung nach zeigt sich meist an qualitativ hochwertiger Kleidung, daß sie von mehr als einem Kind getragen werden kann. Und wenn man es denn möchte, kann man sogar kleine Fehler selbst ausbessern.

Unsere gebrauchten Kleidungsartikel würde ich niemals einfach in einen Kleidercontainer entsorgen, oder gar in den Müll. Über Container gab es in den letzten Jahren viele Berichte, in denen beschrieben wurde, wie Kleidung schließlich aus den Containern in Entwicklungsländer verschifft und verkauft wird. Dieses Vorgehen möchte ich auf keinen Fall unterstützen.

Also heißt es bei uns: wiederverwerten!

ein Berg gebrauchter Klamotten

In den  „verkaufen“- Topf packe ich alle Kleidungsstücke, welche qualitativ hochwertig und gut erhalten sind.

Für den Verkauf bieten sich an:

  • Kinder Second Hand – Laden
  • Flohmärkte
  • Kleinanzeigen online/ offline
  • Freunde/ Bekannte

Einige Kleidungsstücke, die ich selbst von gebraucht erworben habe, oder solche, die modisch nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, sortiere ich in die „verschenken“ – Kiste. Diese ist auch jedes Mal sehr voll und geht zu unserem lokalen Laden des Kinderschutzbundes. In vielen Städten gibt es diese Läden von Kinderhilfsorganisationen oder andere Hilfsorganisationen mit gemeinnützigen Zwecken, an die Kinderkleidung abgegeben werden kann.

Verschenken kann man zum Beispiel an:

  • Hilfsorganisationen
  • Freunde/ Bekannte

Eigenes Upcycling für die Jüngsten

Eine weitere Idee ist es, neue Kleidung aus alter Kleidung herzustellen. Die Firma redesign schafft so zum Beispiel aus Textilien neue Kreationen. Das finde ich eine zukunftsweisende Idee. Also gewissermaßen Recycling oder upcycling wie es inzwischen so schön heißt.

Für den eigenen Hausgebrauch muss es ja kein neues Kleidungsstück sein. Eine Idee wäre zum Beispiel ein upcycling aus einem T-Shirt des älteren Sohnes. Hieraus läßt sich einfach ein Kleidchen nähen, indem man das T-Shirt um einen Rock erweitert..

Wie handhabt ihr den Kleiderkauf für Eure Kinder und was passiert mit Euren gebrauchten Kleidern? Ich fände es spannend, Eure Geschichten zu lesen 🙂

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Comments · 5

  1. Mit zwei eigenen Rabauken und fünf Neffen wandert kein Teil in die Altkleidersammlung. Die Erstausrattung wurde zum Teil sogar nicht nur von unseren 7 Zwergen sondern auch von mir und meinen Brüdern getragen. Bei Neuanschaffungen kommt mir alles was gefällt – von Discounter bis Marke – nach Hause. Feste Schuhe am Liebsten aus Leder und dann auch nur Marke wegen der Passform und Langlebigkeit. Aber ich muss zugeben, viel Aufmerksamkeit schenke ich dem Thema nicht. Hauptsache praktisch und nicht zu viel schriller Comickram darum – außer bei Schlafanzügen, die dürfen schön bunt und schrill sein.
    Lg

    1. Hallo Nina, finde das mit dem Weitervererben eine prima Sache. Habe gestern auch tatsächlich mit meiner Bekannten eine Art „System“ besprochen. So wird sie von jetzt an unsere alten Jungsachen vererbt bekommen. Das ist eine win-win-Situation 🙂

      Liebe Grüße
      Dinah

  2. hallo 🙂 achja ich wäre froh, ich könnte ein bisschen nähen oder so, denn oft habe ich eigentlich noch gute Sachen, die aber nen Fleck/Loch/irgendwas haben und dann will ich es den Jungs nicht mehr in den Kiga anziehen. Ich habe nun begonnen das meiste zu verschenken, weil ich keinen Nerv mehr habe es zu verkaufen (Online ein Riesen Aufwand mit Foto inserieren etc, um dann um 5 Euro zu feilschen 🙁 und beim Flohmarkt hab ich nie ne Kinderbetreuung). Alles, was noch für draußen getragen werden kann oder zu Hause, wird getragen. Ich kaufe eigentlich alles querbeet, was gerade passt/gefällt/ , wobei Schuhe, Wintersachen etc durchaus langlebiger sein müssen als Sommersachen zB. Das System habe ich leider noch nicht raus 😉

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